Zwischen KI und Tradition: CEO Urs Hammer über die Zukunft der schweizerisch-kroatischen Beziehungen

Bilaterale Synergien und strategische Innovation: Die Schweiz und Kroatien im Fokus

In einem ausführlichen Interview mit dem Magazin Diplomacy & Commerce zog unser Gründer, Dr. Urs Hammer, kurz vor dem Ende seiner Amtszeit als Schweizer Botschafter in Zagreb eine Bilanz der engen Beziehungen beider Länder. Das Gespräch verdeutlicht, wie durch gezieltes Relationing und den Austausch von Know-how handfeste wirtschaftliche und gesellschaftliche Vorteile entstehen.

Politische Stabilität und humanitäre Kooperation

Die politischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Kroatien sind exzellent und von tiefem gegenseitigem Vertrauen geprägt. Urs Hammer hebt hervor, dass diese Nähe bis in die persönliche Kommunikation reicht – so pflegt er den Austausch mit dem kroatischen Aussenminister Gordan Grlić Radman (der lange in der Schweiz lebte) teils sogar auf Schweizerdeutsch. Ein Meilenstein seiner Amtszeit war die verstärkte Zusammenarbeit bei der humanitären Entminung in der Ukraine, bei der beide Länder ihre Expertise bündeln.

Wirtschaftlicher Austausch: Der „Swiss Contribution“-Effekt

Ein zentrales Instrument der Zusammenarbeit ist der Schweizer Erweiterungsbeitrag. Urs Hammer erläutert, wie durch Investitionen in Höhe von Millionenbeträgen (aktuell die zweite Tranche von 45,7 Mio. CHF) nachhaltige Verbesserungen erzielt wurden:

  • Infrastruktur: Modernisierung von Wasser- und Abwassersystemen.

  • Gesundheit: Ein neuer Fokus liegt auf dem Ausbau der Palliativmedizin.

  • Investitionen: Über 70 Schweizer Unternehmen sind in Kroatien aktiv und schaffen tausende Arbeitsplätze. Besonders geschätzt wird dabei die hohe Qualität der kroatischen Fachkräfte.

Zukunftsmärkte: KI und Green Transition

Für die wirtschaftliche Weiterentwicklung sieht Urs Hammer enormes Potenzial in neuen Technologien. Er initiierte unter anderem Kooperationen zwischen dem kroatischen KI-Verband CroAI und Schweizer Stakeholdern, um den Austausch in den Bereichen künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Automatisierung zu fördern. Auch in der Bahninfrastruktur und der grünen Energiewende liegen grosse Chancen für grenzüberschreitende Partnerschaften.

Kulturelle Brücken und der „Faktor Mensch“

Rund 100’000 Menschen mit kroatischen Wurzeln leben in der Schweiz und fungieren als wichtige Brückenbauer. Urs Hammer verweist auf herausragende Persönlichkeiten wie die Nobelpreisträger Vladimir Prelog und Lavoslav Ružička, die beide an der ETH Zürich wirkten, oder aktuelle Führungspersönlichkeiten wie Marijana Jakić (CEO St. Moritz Tourismus). Diese personelle Verflechtung stärkt nicht nur die Wissenschaft, sondern auch den Tourismus und den kulturellen Austausch.

Das Fazit: Qualität als Markenzeichen

Ob bei Schokolade, Uhren oder strategischer Beratung – das Schweizer Erfolgsgeheimnis liegt für Urs Hammer in der Verbindung von Tradition, Innovation und strengster Qualitätskontrolle. Diese Werte hat er in Zagreb erfolgreich vertreten und sie bilden heute den Kern der Philosophie von PUNT.URS.