Kunst, Landschaft und internationale Verbindungen in der Sendung «Málaga, carretera y manta»
Am 12. Oktober 2026 strahlte der andalusische Sender Canal Málaga eine Folge seiner Reihe «Málaga, carretera y manta» über das Bergdorf Gaucín aus. Die Sendung stellt das Dorf mit seinen weissen Häusern, blumengeschmückten Balkonen und auf- und absteigenden Gassen vor, und mit einer Landschaft, die laut Programmbeschreibung «wie geschaffen scheint, um sie vor eine Leinwand zu stellen». In dieser Folge kommen auch die Künstlerin Raffaela Zenoni und unser Gründer, Dr. Urs Hammer, zu Wort.
Gaucín als künstlerische Heimat
Seit 2022 ist Raffaela Zenoni permanentes Mitglied der Künstlergruppe Art Gaucín und nimmt regelmässig an den jährlichen Art Gaucín Open Studios teil. In ihrem Haus mit Atelier in der Calle Cañamaque präsentiert sie grossformatige, farbintensive Gemälde vor der weiten andalusischen Landschaft.
Inhalt des Beitrags
Der Beitrag führt ins Centro Cultural El Convento, wo Raffaela Zenoni, in der Sendung vorgestellt als «Artista miembro de Art Gaucín», ihre Ausstellung «Conectados» zeigt: farbenstarke, expressive Porträts und Skulpturen aus bemalten Holzblöcken auf rustikalen Holzkisten. Auf die Frage, wie sie nach Gaucín kam, erzählt sie, sie habe im Internet gesucht, wo in Andalusien Künstler leben, und sei so auf Gaucín gestossen. Das Dorf inspiriere sie so sehr, dass man hier «nie in Rente gehen» könne.
Ihre Arbeit beschreibt sie mit viel Spiel, viel Humor und viel Fantasie. Die Inspiration komme aus dem Inneren und wolle einfach hinaus. Sie denke dabei nicht, sondern handle und fühle, mit viel Emotion. Die Farbexplosion ihrer Werke erklärt sie mit ihrem Temperament. Zwischen Malerei, Skulptur und Schreiben wechselt sie ab: Wenn sie viel gemalt habe, rufe die Skulptur, und wenn diese still werde, schreibe sie.
Den Titel der Ausstellung erklärt sie so: Alles ist verbunden, sie selbst, das Dorf, die Menschen, die Inspiration und ihr Mann. Zum Schluss stellt sie bei einem Werk aus der Serie «Cabezas hablantes» (Sprechende Köpfe) ihren Mann vor: «Und der am meisten sprechende ist bei mir: mein Mann Urs Hammer.» Auf die Frage der Moderatorin, ob er viel spreche, antwortet Urs Hammer mit einem Schmunzeln: «Wenn ich die Gelegenheit habe, ja. Aber die Gelegenheiten sind selten.»
Kulturelle Soft-Power im Alltag
Der Beitrag zeigt, wie Kunst und persönliche Präsenz vor Ort Brücken zwischen Kulturen schlagen. Für PUNT.URS ist dies ein Beispiel dafür, wie Kunst und Begegnung als universelle Sprachen der transformativen Diplomatie wirken, nicht im Protokoll, sondern im Austausch mit einer lokalen Gemeinschaft.
Zur Sendung: Canal Málaga, «Málaga Carretera y Manta. Gaucín» (12.10.2026)