Rückblick auf die diplomatische Laufbahn von CEO Urs Hammer

Strategische Diplomatie und internationale Erfahrung: Ein Rückblick

In einem Porträt der Engadiner Post wird die beeindruckende Laufbahn unseres Gründers, Dr. Urs Hammer, anlässlich seines bevorstehenden Abschlusses als Schweizer Botschafter in Zagreb beleuchtet. Der Artikel zeichnet den Weg eines Diplomaten nach, der über drei Jahrzehnte lang die Interessen der Schweiz auf dem globalen Parkett vertreten hat und dessen Erfahrung heute das Fundament unserer Arbeit bildet.

Akademische Tiefe und ökonomisches Verständnis

Die Basis für seine diplomatische Karriere legte Urs Hammer mit einem Studium der Geschichte und Anglistik sowie einer Promotion über die historisch engen Bande zwischen der Schweiz und den USA. Forschungsaufenthalte an der Harvard University und praktische Erfahrungen im Bankwesen ergänzten dieses akademische Profil um eine entscheidende wirtschaftliche Komponente, die ihn durch seine gesamte Laufbahn begleitete.

Stationen einer Weltkarriere: Von der WTO bis zur Schutzmacht

Seit seinem Eintritt in den diplomatischen Dienst im Jahr 1992 war Urs Hammer an den zentralen Schaltstellen der Schweizer Aussenpolitik tätig:

  • Welthandel & OECD: Er begleitete die GATS-Verhandlungen in Genf und war bei der Schweizer Delegation der OECD in Paris tätig.

  • Gute Dienste & Schutzmachtmandate: In Bern leitete er das USA-Desk und die Sektion „Gute Dienste“. In dieser Funktion trug er Verantwortung für die Wahrnehmung fremder Staatsinteressen – etwa die Vertretung der USA im Iran.

  • Europäische Schlüsselposten: Seine Stationen führten ihn von Rom und der EU-Mission in Brüssel (Schengen-Dublin-Verhandlungen) über Berlin und Luxemburg bis hin zum Generalkonsulat in der Finanzmetropole Frankfurt.

Die Philosophie: „Comprendre et faire comprendre“

Der Artikel hebt hervor, dass Diplomatie für Urs Hammer weit über das Protokoll hinausgeht. Sein Leitmotiv – verstehen und verständlich machen – beschreibt den Kern des modernen Relationing:

  1. Intellektuelle Neugier: Nur durch echtes Interesse an Land und Leuten lässt sich eine vertrauensvolle Basis für Verhandlungen schaffen.

  2. Kulturelle Brücken: Ob durch die Förderung der rätoromanischen Sprache im Ausland oder die Nutzung kultureller Events (wie dem Cinehill-Festival in Kroatien) – Kultur dient als strategisches Instrument zur Interessenwahrung.

  3. Interdisziplinäre Netzwerke: Die enge Zusammenarbeit mit Akteuren aus Tourismus (Engadin St. Moritz AG) und Wirtschaft zeigt, wie Synergien zwischen lokaler Identität und globalen Zielen genutzt werden.

Fazit einer 33-jährigen Laufbahn

Der Rückblick verdeutlicht, dass der diplomatische Dienst heute wichtiger denn je ist. Die Fähigkeit, sich als Generalist schnell in neue Materien einzuarbeiten und gleichzeitig ein stabiles Netzwerk über Branchengrenzen hinweg zu pflegen, ist das Ergebnis einer Karriere, die Beständigkeit mit höchster Flexibilität vereint.